23 November 2020

„Der Sprung“ von Simone Lappert

Diesen Roman wollte ich eigentlich zuerst gar nicht lesen, denn tatsächlich hat sich eine junge Freundin von mir Anfang dieses Jahres das Leben genommen, indem sie von einer Brücke sprang.
13 Oktober 2020

In der Fremde sprechen die Bäume arabisch

Der irakische Autor und ehemalige Flüchtling Usama al-Shamani (geboren 1971 in Bagdad) versucht, in diesem autobiographischen Roman das Verschwinden seines viel jüngeren Bruders Ali zu verarbeiten. Gleichzeitig schildert er sein eigenes Ankommen in der Schweiz im Jahre 2002, die interkulturellen Unterschiede, sein früheres Leben im Irak mit persönlich prägenden Erinnerungen aus seiner Kindheit und Jugend und – seine Entdeckung der (Schweizer) Natur, wo ihm vor allem Bäume aber auch Berge Trost spenden.
24 September 2020

Corona: Wunde und Wende

Zu Corona habe ich selber bisher weder einen Artikel noch einen Roman geschrieben, weil ich mir dachte, dass wahrscheinlich sehr viele andere Menschen intelligente Texte darüber verfassen würden und auch weil ich persönlich zum Glück weder gesundheitlich noch finanziell darunter zu leiden hatte, obwohl ich mich auch an die neuen Gegebenheiten gewöhnen musste.
29 Januar 2020

Ein Augenöffner: „Maghreb, Migration und Mittelmeer“ von Beat Stauffer

Beat Stauffer präsentiert als Maghreb-Spezialist mit jahrzehntelanger Erfahrung ein sehr umfassendes, hochaktuelles Sachbuch mit 19 Kapiteln, dass das Thema der Migration aus Nordafrika wirklich von allen Seiten beleuchtet. Dass er auch Flüchtlinge in Europa und Migrationswillige vor Ort im Maghreb zu Wort kommen lässt, ist mir besonders sympathisch. Überhaupt lässt sich, bei aller Sachlichkeit und Objektivität, die einem Sachbuch zugrunde liegen soll, doch auch eine gewisse Empathie von Stauffer aus den Zeilen herauslesen.