Ein arabischer Sommer (Fortsetzung)

Inhaltsangabe
Im Roman „Steine auf dem Weg zum Pass“ fand die Übersetzerin Elena Bruderer im Frühling 1994 das arabische Tagebuch der Marokkanerin Halima. Seither hält sie dieses geheim, um Halimas Ehre in den Augen ihrer marokkanischen Familie auch über ihren Tod hinaus zu bewahren und übersetzt seit Jahrzehnten gleich nach der Schneeschmelze auf der abgeschiedenen Alp auf dem Brünig, während sie die langen Wintermonate im Tal in ihrer Heimatstadt Thun verbringt. Im Sommer 2012 aber taucht plötzlich ein mysteriöser Fremder bei ihr auf und reisst sie aus ihrem Idyll. Mit seinem Geheimnis und seinemerschütternden Schicksal wächst er ihr ans Herz und wird ihr zum vertrauten Freund, der sie dazu bringt, sich ihrer Vergangenheit zu stellen.
In diesem spannenden Roman, der die Leserinnen und Leser mit seiner zeitlichen und räumlichen Doppelperspektive in Atem hält, geht es um Migration und Menschlichkeit, um verlorene Liebe, überwältigende Leidenschaft und Hoffnung auf eine positive Zukunft in Nordafrika – um einen arabischen Sommer.

Hörprobe (ca. 12 Minuten) 

Leseprobe „Ein arabischer Sommer”

In der E-Book-Fassung bietet amazon eine umfangreichere Leseprobe an. Blick ins Buch (bitte klicken)

Brünig, Mittwoch, 11. Juli 2012
ق ي س Elena blickte atemlos auf die Buchstaben in ihrer rechten Hand. Qaf, ya, sin … ihr Herz klopfte wie wild gegen ihre Brust, ihre Knie wurden weich. Konnte es denn ein Zufall sein, dass sie eben genau diese Buchstaben aus dem kleinen grünen Stoffbeutel gezogen hatte? Jetzt und hier, in der schlecht erleuchteten Küche des alten Hauses? Sie fühlte, wie sie erschauerte. Schon seit einer Ewigkeit hatte sie das Spiel nicht mehr gespielt und schon gar nicht mit sich allein. Sie betrachtete die drei glänzenden Plastikplättchen in ihrer zitternden Hand und versuchte vergebens, die leise, dunkle Stimme zurückzudrängen, die plötzlich den ganzen Raum zu erfüllen schien. Elena … Eleyla … Leyla … Die Stimme war nun ganz nah an ihrem Ohr, so nah, dass ihr Trommelfell leicht vibrierte. Elena erstarrte. War sie nun womöglich so weit, dass sie sich Stimmen einbildete? War sie vielleicht dabei, in diesen wenigen Sommermonaten, während denen sie auch dieses Jahr wieder ganz allein auf der Alp lebte, verrückt zu werden? Sie stand so abrupt auf, dass der Tisch wackelte und der kleine Stoffbeutel zu Boden fiel. Nun lagen alle Buchstaben auf den verblichenen Küchenfliesen verstreut. Schnell kniete sich Elena auf die alten Platten, wobei ihre rechte Hand noch immer die drei arabischen Buchstaben umklammerte, und wischte die beigen Plättchen mit der linken Hand zusammen. Dann liess sie alle, auch die drei Buchstaben in ihrer Rechten, schnell in den Stoffbeutel gleiten und zurrte die Kordel fest zusammen. Es war besser, sie und all die anderen Dinge ruhen zu lassen. Die ganzen langen Jahre über hatte sie es immer wieder erfolgreich geschafft, diese Episode ihres Lebens fast gänzlich auszublenden. Sie würde sich bestimmt nicht von drei Buchstaben völlig aus der Bahn werfen lassen, selbst wenn die Buchstaben in der richtigen Reihenfolge auftauchten. Hastig räumte sie das Spiel zusammen. Das Brett, den Beutel, die kleinen Buchstabenständer aus grobem Holz, den Bleistift, den Notizblock. Den Panzer aber schnürte sie wieder eng um ihr Herz.
Sie brauchte jetzt unbedingt frische Luft! Vor dem Haus herrschte einen Moment lang tiefste Dunkelheit, bis sich ihre Augen daran gewöhnt hatten. Sie setzte sich auf die Treppe mit den unebenen steinernen Stufen, hörte, wie der riesige Holunderbaum, der nur ein paar Schritte weit vom Hauseingang stand, im lauen Nachtwind leise rauschte, und blickte über die alten Steinplatten des Vorplatzes auf die ungemähte Wiese hinaus. Da sah sie, wie sich in der Ferne etwas bewegte. Es kam direkt auf sie zu und sie erkannte die wohlgenährte Igelmutter, die stets um die gleiche Zeit den ganzen Platz vor dem Haus in alle Richtungen überquerte und den danebenliegenden Gemüsegarten durchkämmte. Allein blieb sie nicht lange. Ihre fünf kugeligen Kinder folgten ihr alsbald und umrundeten eifrig die Salatköpfe, die Elena bei ihrer diesjährigen Ankunft Ende Mai zusammen mit den bereits in Thun in der Küche vorgezogenen Kürbispflänzchen gesetzt hatte. Fast ein Slalom! Elena lachte leise und die Igelmutter verharrte einen Moment bewegungslos. Hier draussen in der Natur, vor allem neben dem Holunderbaum, den Elena vor 18 Jahren absichtlich in die Nähe des Hauses gesetzt hatte, weil er laut Volksglauben ein guter Geist war und vor Feuer und Blitzeinschlag schützte, fühlte sie sich besser. Angst hatte sie hier nie, jedenfalls nicht vor den nachtaktiven Tieren. Die bedrohten sie nicht, im Gegensatz zu ihren Gefühlen.
Der Nachthimmel war sternenübersät und es kam Elena vor, als zwinkerte ihr plötzlich das ganze Universum zu. Was hatte dies zu bedeuten? Elena erschauderte. Sie wusste doch, dass man nicht nach den Sternen greifen konnte, und Rationalität war schon immer eine ihrer Stärken gewesen. Sie war jetzt 48, über die Lebensmitte hinaus, wahrscheinlich, statistisch gesehen. Was blieb da noch? Das Rad der Zeit konnte niemand zurückdrehen und ja, Elena musste tief einatmen, das Leben war leider Gottes auch kein Film, aus dem man die verpatzten Szenen herausschneiden und, mit etwas Übung und nach reiflicher Überlegung, nochmals besser spielen konnte. Sie seufzte. Morgen war ein anstrengender Tag, eine komplizierte Übersetzung stand an. Aus dem Französischen. Und sie musste sich wirklich beeilen damit, denn in ein paar Wochen, Ende August, sollte Mufid auf die Alp kommen, für ein paar Tage nur, in Begleitung seiner Mutter, aber – ihr war eigentlich bange vor diesem Besuch, denn sie wusste nicht, wie gut sie in dem Moment, wo sie seiner betagten Mutter gegenüberstehen würde, tatsächlich würde lügen können.

Paris, Sommer 1981 
Französisch war schon immer Elena Erbs Lieblingssprache gewesen, und war dieser zärtlich feine Singsang und dieser elegante Klang nicht das, was Französisch zur Sprache der Liebe machte und somit Paris zur Stadt der Verliebten?
Ihre Begeisterung für diese Sprache zeigte sich nicht nur in ihren Schulnoten, sondern auch darin, dass sie jede Gelegenheit wahrnahm, ihr Französisch zu verbessern und zu perfektionieren. So stürzte sie sich auf ein einmaliges Angebot, das in ihrer Schule angeschlagen war, und bewarb sich mit 17 Jahren für einen siebenwöchigen, unentgeltlichen Sprach- und Kulturaufenthalt in Paris und in der Umgebung, wozu eine Wohltätigkeitsorganisation in Frankreich die französischbegeisterte Jugend aus aller Welt einlud. Bevor sie aber die Mädchen in ihrem Jugendlager traf, mussten sie sich in Paris besammeln und wurden von dort für die ersten paar Tage auf Gastfamilien verteilt. Ihre Familie war ausgesprochen sympathisch, eine wohlhabende Familie war es, Mutter, Vater und ein kleiner Junge. Sie stellten ihr ein schönes Zimmer zur Verfügung und sorgten sogar für Unterhaltung, indem sie eine junge Freundin der Familie, die Mitte zwanzig war, damit beauftragten, ihr Paris zu zeigen, mit allem, was dazugehört.
Den Eiffelturm sah sie und die Basilika Sacré-Coeur, das Marsfeld und La Défense, was alles sehr spannend war. Auch mit Freunden der jungen Pariserin wurde sie bekannt gemacht, es wurde ausgelassen Pizza gegessen und über ihr für Muttersprachler manchmal unbeholfenes Französisch gelacht. Vor allem, als sie begeistert sagte: „Je jouis de mes vacances“, da johlte die Gesellschaft, bis der Tisch wackelte. Gegen Abend, als es eindunkelte, fand die leicht angetrunkene Gruppe, sie müssten ihr, der jungen Touristin Elena Erb, auch noch das richtige Pariser Nightlife zeigen. Sie zwängten sich in ein Auto und fuhren ins Bois de Boulogne, das ihr damals kein Begriff war, aber sie realisierte sehr bald, dass es sich dabei um eine ganz besondere Zone handelte.
[…]

Aéroport International Tunis-Carthage, Juni 1989 
Der zweistündige Flug von Zürich nach Tunis erschien ihr kürzer als erwartet. Auch die Abfertigung ging relativ schnell und so stand Elena in ihrem knöchellangen, zerknitterten Jupe bald mit einer Horde anderer europäischer Touristen, mehrheitlich Touristinnen jeden Alters, die gekleidet waren, als wollten sie grade an den Strand gehen, vor dem Flughafengebäude, wo ein warmer Wind wehte und die Sonne am Untergehen war. Eigentlich wollte sie gleich in ein offizielles Taxi steigen und sich geradewegs zur Cité Universitaire in Mutuelleville fahren lassen, in welcher sie für die nächsten drei Sommermonate ein Studentenzimmer reserviert hatte, doch da sprach sie ein untersetzter Mann mit Glatze, den sie auf Mitte vierzig schätzte, auf Französisch an und sagte ihr, die offiziellen Taxichauffeure seien alles Halunken und er biete die Fahrt in die Stadt dreimal billiger an. Da Elena keine Unmengen von Geld dabei hatte und eher sparsamer Natur war, nahm sie das Angebot kurzerhand an, aber kaum hatte der Mann ihr Gepäck im Kofferraum verstaut und sich neben sie gesetzt, griff sie sich im Geiste an den Kopf. Hatte sie denn den Verstand verloren? Da setzte sie sich in einem ihr noch völlig unvertrauten Land einfach zu einem wildfremden Mann, der behauptete, ein improvisierter Taxichauffeur zu sein, ins Auto? Sie versuchte, sich nichts von ihrer urplötzlichen Panik anmerken zu lassen, kontrollierte im seitlichen Rückspiegel, ob sie ihre Bluse auch bis oben zugeknöpft hatte, und als er anfuhr, plauderte sie gespielt gelassen mit ihm, fragte ihn nach seiner Familie und seinen Kindern und versuchte, ein möglichst angenehmes Gesprächsklima zu schaffen, damit sie der potenzielle Triebtäter vielleicht verschonen würde. Im Geiste aber sah sie sich schon in irgendeiner zwielichtigen Spelunke landen statt in ihrem Studentenzimmer in Mutuelleville, wo Herrenbesuch strengstens untersagt war. Der Mann schien ein jovialer Typ zu sein und war zum Glück kein Hellseher oder Gedankenleser, sprach freiheraus von seinen fünf Kindern, vier Jungen und nur ein Mädchen, und von seiner Frau, die natürlich nicht arbeitete und nicht einmal zum Einkaufen ausser Haus ging, wie sich das für eine anständige Muslimin gehörte, sondern sich um Haushalt und Kinder kümmerte. Als Elena dann auf die Frage des Chauffeurs hin erklärte, warum sie nach Tunis gekommen war, war sie froh, im Detail über ihr Sommerprojekt sprechen zu können, über den Intensivsprachkurs in klassischem Arabisch, welchen sie im Institut Bourguiba des Langues Vivantes absolvieren wollte. Daraufhin sagte der Fahrer, er kenne am Institut Bourguiba einen gewissen Qais, der Arabisch für Fremdsprachige unterrichte und der beste Lehrer weit und breit sei. Elena hörte ihm aufmerksam zu, dachte aber, der Chauffeur übertreibe sicher dem Freund zuliebe. Vielleicht konnten sich die Studierenden die Lehrer auswählen, und wer mehr Schüler hatte, bekam vielleicht auch mehr Lohn? Viel verdienten die Leute in Tunis gewiss nicht, selbst wenn sie zur gebildeten Schicht gehörten, und ein Zustupf war sicher jedem willkommen, egal welcher Art. Der Geschäftssinn, den die Tunesier deshalb entwickelt hatten, liess sich auch daran erkennen, dass der Chauffeur ihr nach einer Weile ein einfaches Visitenkärtchen eines Lederwarenladens in der Medina, der seinem Bruder und ihm gehörte, entgegensteckte. Elena nahm es höflich entgegen und legte es in ihre Agenda.
Als sie schliesslich die Cité Universitaire in Mutuelleville erreichten, schalt sich Elena selber, dass sie dem netten Mann dermassen misstraut hatte, rundete den Fahrpreis aus eigener Initiative auf, liess seine Frau und seine Kinder nicht ohne schlechtes Gewissen grüssen, obwohl sie sie gar nicht kannte und dabei eigentlich dachte, wie eingesperrt und traditionell die Frau wohl lebte, wenn sie nicht einmal selber einkaufen durfte.
Natürlich konnte kein Student seinen Lehrer selbst auswählen – wie hatte sie denn solche billigen Vorurteile über die Seriosität des Instituts haben können, schalt sich Elena – sondern jeder, der das Arabische perfektionieren wollte, musste anderntags zuerst einen zweistündigen schriftlichen Einstufungstest, gefolgt von einem mündlichen Test mit einem Lehrer absolvieren. Elena hatte an der Universität Genf gerade ihr achtes Semester in Arabisch abgeschlossen und im Oktober, kurz nach ihrem Aufenthalt in Tunis, standen ihr noch ihre letzten Arabisch-Prüfungen bevor. Sie war deshalb bereits bestens mit der arabischen Grammatik vertraut und erzielte beim schriftlichen Test ein erstaunlich gutes Resultat. Vor dem mündlichen Test musste sie eine Ewigkeit warten, bis sie drankam, denn die Teilnehmer am Intensivkurs waren ausserordentlich zahlreich und in den Gängen hockte man in Massen auf den Stühlen, wartete und schwitzte geduldig vor sich hin. Der Lehrer, der sie prüfen sollte, begrüsste sie mit ernstem Gesicht und stellte sich zu Elenas Verblüffung als Qais vor. Er war gross, schlank und etwa um Mitte dreissig, trug ein weisses Hemd, beige Hosen und Sandalen. Er wirkte müde und auf beinahe attraktive Weise traurig – kein Wunder bei den vielen Prüflingen, dachte Elena – doch je länger und je gewandter sie Fusha sprach, desto heller wurde seine Miene. Er drückte ihr zum Abschied kräftig die Hand und sagte ihr – das wertete Elena später bereits als einen Beweis für Sympathie –, dass er sie in die höchste Stufe einteilen würde. Und er freue sich, eine so glänzende Studentin in seiner Klasse wiederzusehen.

Leserkommentare  zum Roman “Ein arabischer Sommer”

Ich habe soeben deinen Roman fertig gelesen. Godfriedstutz, die letzten Tage hatte ich ja nur noch Lesen im Sinn, alles blieb liegen. Also jetzt zu deinem Werk, absolut Spitze, es liest sich sehr gut, spannend und sehr verständlich geschrieben – ich bin platt, Fortsetzungen sind doch vielfach eher eine Enttäuschung, bei „ein arabischer Sommer“ ist es eigentlich eher das Gegenteil, ich habe diesmal viel mehr den Eindruck, dass du komplett in dieser Geschichte bist, irgendwie total angekommen – frag nicht warum! Auch dünkt es mich, Du gibst sehr viel von dir persönlich preis (deine persönliche Einstellung und auch deine Träume). […] Dein Buch ist super. T.R. Sachseln (CH)

Ich habe soeben deinen zweiten Roman “Ein arabischer Sommer” fertiggelesen und bin überwältigt. Einfach grossartig, berührend, spannend, überzeugend, auch mit kritischen Blick auf nordafrikanische Sturheit … und doch hat es mir diese unbekannte Welt, der ich eigentlich eher ablehnend gegenüber stand, näher gebracht … ach, was schreibe ich da, eigentlich bin ich sprachlos. Danke für dieses wunderbare Werk. U.W. Küssnacht am Rigi (CH)

Ausgezeichnet, mit einer sehr überzeugenden Heldin, filmreif und überhaupt reifer als der Erste [Steine auf dem Weg zum Pass]. U.B. Meyrin (CH)

Wir sind soeben von einem 7wöchigen Djerba-Aufenthalt zurück in der Schweiz und beeilen uns, Dir für Dein neues Buch zu gratulieren – alf mabrouk mein Mann und ich haben es beide “im hui” gelesen – und dies noch an einem der Schauplätze Deiner ungemein spannend und berührend geschriebenen Geschichte. Du hast auch Tabuthemen der moslemischen Kultur sehr feinfühlig angesprochen – wir werden Dein Buch weiterempfehlen. D.H. und G.H. Zürich (CH)

Eben habe ich dein Buch aus der Hand gelegt. Gerne hätte ich noch weiter gelesen!!! Ich darf dir ein grosses Kompliment aussprechen. Deine Sprache ist sehr sorgfältig gewählt und man merkt, wie wichtig sie dir ist! Der Ideenreichtum und die Verknüpfung mit aktuellen und wichtigen Themen sind hervorragend! Du bist wirklich ein Bindeglied zwischen den Kulturen aber auch zwischen Fronten jeglicher Couleur. Wiederum ist es dir gelungen, eine spannende Geschichte mit überraschenden Wendungen zu verfassen! Für mich war es ein tolles Lesevergnügen! Vielen Dank! S.S. Lengnau (CH)

Unglaublich, welche Ideen du hast, wie du es verstehst, grosse gesellschaftliche Themen ([…], Migration, Liebe) miteinander zu verflechten und Spannung zu erzeugen, aber auch Einzelheiten detailliert und sachgerecht zu beschreiben, wie z.B. die Steinbeissertierchen. Sehr spannend auch, wie du Geschehnisse aus dem ersten Buch passend eingestreut hast. Der Fund von […] war der absolute Hammer![…] Schmunzeln musste ich, als du von den Kürbissen geschrieben hast, da kamst du mir natürlich mit deinem “Obelix” und all den anderen Prachtexemplaren von Kürbissen in den Sinn. Ich gratuliere dir zu diesem Buch und wünsche dir viel Erfolg damit. V.H. Solothurn (CH)   (Anmerkung Anja Siouda: um “Spoiler” zu vermeiden habe ich den Kommentar gekürzt)

Wieder hab ich das Buch innert kürzester Zeit verschlungen!!! Es hat mir das erste [Steine auf dem Weg zum Pass] ergänzt und mich auch irgendwie getröstet!!! Es ist sehr sorgfältig und mit viel Liebe zum Leben geschrieben! M. Neuenhof (CH)

An einem Tag gelesen bin eben fertig geworden konnte nicht mehr aufhören zu lesen. Danke für diese super Geschichte.L.W. Schwürbitz (D)

Super Geschichte, habe das Buch fast am Stück gelesen! A.M.-T.M Buochs (CH)

Der ist einmalig und spannend, dieser “Arabische Sommer”! Und auch die hohe Kunst des Erzählens der zeitlichen Geschehnisse – 1989 bis 2013!! Diese Personen-Vielfalt! Diese seriöse Auseinandersetzung und das Ernstnehmen der Menschen […]. Ebenso diese Dramatik […]! Und diese wunderbare Liebesgeschichte! Einmalig grossartig finde ich Deine Widmung […]. Ich gratuliere Dir zu diesem Roman!” R.E.L. Luzern (CH)

Das Buch ist der Hammer! Man kann gar nicht mehr aufhören zu lesen, diese Spannung, Krimi, Erotik, aktuelle Thematik, Tabus, Religion einfach alles. Liebe Anja ich gratuliere Dir ganz herzlich zu dieser Fortsetzung und das Beste, das Ende der Geschichte spielt auf Djerba! Ursula Alouini-Widmer, Djerba (Tunesien)

I loved it!!!! Mir hat Dein Buch sehr gefallen und ich habe es wie immer bis zum Schluss nicht weglegen können… Ich kann mich mit Deinen Protagonisten identifizieren. Die Problematik Toleranz, Religion (in moderner menschlichen Perspektive) Respekt usw.sind Themen, die mir wie Dir am Herzen liegen. Besonders haben mir Die arabischen Redewendungen gefallen, die dem Persischen entsprechen und die ganze Mentalität widerspiegeln! Auch Deinen Humor,man lacht trotz allem, fand ich toll! J.H. Anières (CH)

Gestern “Nacht” habe ich dein Buch ausgelesen – es war ja Vollmond und soo heiß – und ich konnte sowieso nicht schlafen – nun war ich den ganzen Tag etwas übermüdet unterwegs. Aber – kennst du das, wenn man ein Buch gelesen hat und es einen noch eine Weile festhält/ beschäftigt? So ist es mir heute gegangen. Es hat mir wirklich sehr, sehr gut gefallen. Lustig fand ich, dass du Elena ein Bookcrossing-Buch finden lässt Und was mich ein bisschen gewurmt hat ist, dass du einen Rückblick auf “Steine auf dem Weg zum Pass” machst mit Seitenangabe – da hätte ich sooo gerne noch mal nachgelesen, aber ich hatte das Buch ja nur auf der Durchreise als Ring [Bookcrossing-Ring] hier. Nun ist es leider aus und du müsstest bitte schnellstens noch so ein schönes schreiben, damit ich vom  “Vakuum-nach-dem-guten Buch-Syndrom” geheilt werde. Ich habe großen Respekt vor deinem Wissen um die Kultur und Sprache des Arabischen. Menschen wie du sind ein Segen für die Verständigung zwischen den Völkern – denn nur Wissen räumt Vorurteile aus. Ansonsten fehlen mir irgendwie die Worte … einfach Danke. Das Buch wird nicht auf Reisen geschickt und auch nicht freigelassen, es steht im Regal bei meinen Lieblingsbüchern (ich gehe heute ganz früh schlafen und Träume vielleicht ein bisschen von Elena und ihrer Alp). P.P. Bargau, Schwäbisch-Gmünd (D)

Den arabischen Sommer habe ich richtig verschlungen wie schon “Steine auf dem Weg zum Pass”; als sehr angenehm und klar empfand ich die Gliederung mit Zeit- und Ortsangabe. Ich war natürlich gespannt wie du Thun einbaust: du hast wirklich praktisch alles brauchen können, alles wirkt sehr authentisch. […] Ein persönliches Urteil, eine Kleinigkeit betreffend: mir gefällt das Allerweltsadjektiv “grandios” im Zusammenhang mit dem Schloss Schadau nicht, kein Thuner würde es brauchen, wahrscheinlich nicht mal fürs Schloss Thun, auf das sie eher stolz sind. Aber es ist fast lächerlich überhaupt zu kritisieren angesichts einer so gut recherchierten Geschichte, man spürt, dass du Nordafrika und die dortigen Sprachlehrstätten und das Übersetzermilieu kennst. Ich bin froh, die beiden Romane nicht vergleichend beurteilen zu müssen, zu verschieden verlaufen die beiden Geschichten; ich war einfach diesmal dankbar für das hoffnungsvolle Ende. Alle Wendungen, so überraschend sie auch sind, sind immer total plausibel erklärbar, nichts wirkt weit hergeholt oder unrealistisch. Anja, ich gratuliere dir und hoffe, du habest noch viele Ideen und Energie für weitere Bücher!! R.N. Thun (CH)

“Ein arabischer Sommer” ist absolut lesenswert und ich hoffe,daß dieses Buch von vielen gelesen wird,vor allen Dingen auch von denen, die so einige Vorurteile haben. Es verhilft zu einer anderen Blickweise. Meine Ausgabe geht gleich weiter an ebensolche Leser. Viel Erfolg! U.C. Betzendorf (D)

Inzwischen ist Dein Buch längst bei mir eingetroffen, ich hatte es ja sofort bestellt – und ich habe es bereits gelesen! Es liest sich leicht. Ganz wichtig finde ich die Asylanten-Thematik, die Du darin verpackt hast!!! Und ich lese immer gern Liebesgeschichten. Auch über die Erklärungen arabischer Begriffe usw. im Anhang habe ich mich gefreut. […] B.T. Worb (CH)

“EDIT 28.07.13: Gestern Abend habe ich das Buch nun durchgelesen und bin angetan. Ich begebe mich nun auf die Gratwanderung, meinen ausführlichen Kommentar abzugeben und gleichzeitig den nachfolgenden Leser/innen nicht zuviel zu verraten. Es handelt sich bei diesem Buch nicht einfach um die Fortsetzung des Erstlings “Steine auf dem Weg zum Pass”, nein, es ist ein eigenständiger Roman, der zwar auf dem Vorgänger aufbaut, aber seinen ganz eigenen Zauber entwickelt. Die Geschichte Elenas hat mich direkt in ihren Bann gezogen, sie ist so authentisch erzählt, dass sich mir der Vergleich zur Autorin förmlich aufdrängte (Übersetzerin, sehr interessiert am Arabischen). Was mir an den Büchern unseres Glückspilzchens immer so gefällt, ist die feine Sprache, die detailreiche Beschreibung der Natur und überhaupt der ganzen Alp Elenas, die mich in meiner Fantasie direkt an diesen Ort versetzt. Mir als altem Scrabblefan hat die Einbeziehung dieses Spiels in die Beziehung von Qais und Elena viel Spaß gemacht und – natürlich – freue ich mich sehr über den kleinen Einschub in der Mitte des Buches, unser gemeinsames Hobby betreffend! Es sind sehr viele Themen im Buch untergebracht: Die Liebesgeschichte von Qais und Elena, die Problematik zwischen der abendländischen und der arabisch-muslimischen Kultur und dann auch noch die Problematik […]. Amüsiert habe ich festgestellt, dass ich als Nicht-Schweizerin zusätzlich zur arabischen Übersetzung am Schluss des Buches auch eine Übersetzung ins Schweizer-Deutsch gut gebrauchen könnte. Was ist bloß ein Junket und wie nett klingt denn in meinen Ohren das Wort “Zustupf”? Ich werde mir jedenfalls in allernächster Zukunft dieses Buch und “Steine auf dem Weg zum Pass” kaufen, um sie noch Mal lesen zu können.” Bookcrosserin Blumenfreundin
(Anja Siouda: Um vorläufig keine Spannungselemente preiszugeben, habe ich einen ganzen Abschnitt weggekürzt. Auf Anfrage vermittle ich den direkten Link zu diesem vollständigen Kommentar)

Bereits letzten Sonntag habe ich Ihren Roman fertig gelesen. Am Samstag habe ich damit begonnen und einen Tag später war ich durch … Das sagt doch schon einiges über den Gehalt Ihres Werkes. Es ist total spannend, so dass man mit Lesen gar nicht aufhören kann. Wenn man – so wie ich – auch den Vorgänger gelesen hat. dann wird es noch dichter, denn man begibt sich wieder an vertraute Orte und der Zusammenhang gibt einem das Gefühl, man sei ein “Insider”. Es ist bestimmt von Vorteil, wenn man auch das Erstlingswerk gelesen hat. Widersprüche oder Ungereimtheiten habe ich keine entdeckt. Das hätte mich auch gewundert, denn Sie sind eine Meisterin Ihres Fachs, so eine Mischung aus Heinz G. Konsalik – falls Sie den überhaupt kennen – und Stefan Zweig. Konsalik – mir kommt “Liebesnächte in der Taiga” in den Sinn -, weil Ihre Geschichte einen derart packt, dass man mit Lesen nicht aufhören kann, und Stefan Zweig, weil die Satzkonstruktionen derart komplex sind, dass man auch von dieser Seite her fasziniert ist. Bei ihm denke ich an “Rausch der Verwandlung”. Die sozialkritische Komponente haben Sie mit seinen Werken ebenfalls gemein… Aber natürlich haben Sie einen eigenen Stil: den von Anja Siouda eben! Denn wie Sie die Verbindung von meiner abendländischen Kultur und der orientalisch-islamischen schildern, ist beeindruckend und sollte Verständnis für die jeweilige Gegenseite schaffen. Wobei ich gestehen muss, dass ich auf diesem Gebiet ein absoluter Laie bin […]. Ich finde es bereichernd, Ihre Sicht, die Sie meines Erachtens in Ihren Roman einfliessen lassen, kennen zu lernen und mich damit befassen zu können. Ich bin neugierig geworden, mehr von Ihren Ansichten und Meinungen, die vielleicht im nächsten Buch wieder aufgegriffen werden, zu erfahren, denn die tönen für mich positiv und Mut machend …Was die Thematik im vorliegenden Roman anbelangt […] Heisse Eisen anzupacken ist mutig[…]. H.W. hat übrigens beide Bücher auch gelesen und war ähnlich beeindruckt wie ich. Auch er hat beide Werke in einem Zug verschlungen… (Wir freuen uns darauf, das fertige Buch zu kaufen, in den Händen zu halten, nochmals durchzulesen und unserer Bibliothek “einverleiben” zu können.) Irgendwie habe ich durch die Lektüre Lust bekommen, selber mal eines der nordafrikanischen Länder zu bereisen. […] Abschliessend nochmals zwei Bemerkungen zu einem arabischen Sommer: 1. Sie haben einen unglaublich umfangreichen Wortschatz, so dass die Geschichte sehr anschaulich und lebendig wirkt, und 2. Ihre Sätze / Satzgefüge sind absolute Kunstwerke. Eine Meisterin der Sprache(n)! Ich gratuliere zu Ihrem Meisterwerk!Herzlichen Dank, dass ich “einen arabischen Sommer” schon jetzt kennenlernen durfte! (Testleser) M.N. Schönbühl (CH) Mai 2013

[…] Die kurze Lesezeit sagt schon viel: Einerseits wurde ich immer gwundriger auf weitere Details aus dem Tunis von 1989, die mir von meinen eigenen Aufenthalten am Institut Bourguiba 1983 und 1987 her bekannt vorkommen würden; vieles ist da in mir wieder hochgestiegen. Anderseits war die Handlung spannend konstruiert, so dass ich wissen wollte, wie die Sache ausgeht. Die Bezüge zum ersten Roman haben die Spannung zusätzlich erhöht. Neben Vertrautem aus Tunis und reichlich Spannung fand ich auch das wieder, was mir schon am ersten Roman aufgefallen war: immer wieder schöne kleine Bilder aus der Natur, fast wie Vignetten in einem Buch, dazu gut dosiert immer wieder Humor und Sprachwitz. Ich bin also voll auf meine literarischen Kosten gekommen und habe die Lektüre genossen. […] Ebenfalls habe ich gestaunt, wie ausgefeilt und realistisch die Geschichte konstruiert war, bis in kleine Bezüge hinein. Dass Dinge wie der Betrieb eines Asylbewerberheims oder das Computerproblem gut recherchiert und ohne innere Widersprüche geschildert sind, trägt sehr dazu bei, die Geschichte packend zu machen […] Zum Schluss nochmals meine Erfahrung vom Anfang: Ich habe den “arabischen Sommer” binnen weniger Tage verschlungen und als Lektüre genauso genossen, wie ja offenbar schon viele andere Leserinnen und Leser auch. Ich werden ihn den Leuten von der […] Buchhandlung noch ans Herz legen und habe mir auch die Lesung vom 21. März 2014 schon vorgemerkt. Und im übrigen bin ich schon gespannt auf das nächste Buch von Dir. Dr. phil. Andreas Tunger-Zanetti Luzern (CH) 15. August 2013

Heute Nacht um drei Uhr habe ich dieses Buch aus der Hand gelegt. Ein arabischer Sommer! Schon der Titel dürfte gar nicht anders heißen. Er weckt Bilder, Gerüche, Sehnsüchte. Das Buch ist spannend, packend, und hat mich während des Lesens unausweichlich in die Handlung hineingezogen. Es hat viele Themen angesprochen, aber vor allem konnte ich die Gedanken und Empörung von Elena nachvollziehen. Ihre Wut über die rassistische und religiöse Blindheit, gleichgültig von welcher Seite und die Voreingenommenheit gegen Flüchtlinge, gegen Andersgläubige, gegen das Fremde war mir aus der Seele geschrieben. Ihr Einsatz für Akzeptanz Anderer, ihre Art zu leben, aber auch die der Anderen – man konnte sich all dem einfach nicht entziehen. Eine sehr schöne Sprache hielt die Aufmerksamkeit gefangen. Ich wünsche der Autorin und mir als Leserin, dass sie noch viele Bücher schreiben kann. Hilde Möller, Schriftstellerin, Mainz (D) 15. August 2013

Ich gebe auch 9 Sterne [von 10], weil die Geschichte so mitreißend ist, so gefühlvoll geschrieben, wenn auch vielleicht etwas zu sehr in “rosa” getaucht. Allerdings ist es gerade das, was mir gefällt. Ich hatte die ganze Zeit gehofft, dass die Geschichte im Gegensatz zum 1. Teil, ein gutes Ende findet. Saha, dass ich mitlesen durfte. Ich hätte den 1. Teil vorher nochmal lesen sollen. Bookcrosserin hekate-luna Mettmann (D) 16. August 2013 http://www.bookcrossing.com/journal/11883086

Genauso schnell wie “Steine auf dem Weg zum Pass” habe ich “Ein arabischer Sommer” verschlungen und ich war begeistert! Diesmal hat mich das Buch fröhlich gestimmt, das erste traurig! Beide sind so packend geschrieben. Man will immer wissen wie es weiter geht! Die zwischenmenschlichen Beziehungen sind auch so feinfühlig ausgefeilt! Berührend! In der Person Elena Bruderer sehe ich immer dein Gesicht, deine Person, weiß nicht warum! Ich stelle sie mir vor wie Anja. Und ganz entzückt war ich von deinen Naturbeschreibungen, vor allem die absolut malerische Beschreibung der Hühner, ihrer Bewegungen, ihres Verhaltens. Auch teile ich die Liebe zu Kürbissen und zu abgeschiedenen Orten mit ihrer unberührten Natur mit dir und die Köstlichkeiten, die man dort finden kann. Ich kann dein Buch jedem empfehlen! Vor allem zeigt es auf, wie man durch Gespräche und sich Öffnen Vorurteile abbauen kann und den oft schwierigen Weg zum Menschsein ohne Prägestempel finden kann, ein Miteinander, eine Akzeptanz, dass es außer der gewohnten Welt auch andere Welten gibt und dass man einfach wahrnimmt, dass alle Welten Werte und Gültigkeiten haben und niemand sollte sich verbiegen müssen, nur weil er angepasst sein will. Solange ein friedlicher Gedanke und Liebe der Hintergrund sind, kann man sich auf andere Welten einlassen, ohne sich weh zu tun! Ja sogar den Reichtum finden, der uns mehr beglückt als alles Materielle! Deine Bücher sind dafür Wegzeiger! Herzlichen Glückwunsch! Freu mich auf Neues! K.M. Neumarkt in der Oberpfalz (D) 18. August 2013

Deinem “arabischen Sommer” erging es gleich wie schon deinem ersten Roman: Als ich zu lesen begann, gab es kein Halten mehr. Das Buch ist sehr spannend und las sich “wie durch Butter”. Wieder bin ich fasziniert, wie Du fesselnd und lebensnah schreibst, sodass man sich mitten in der Geschichte glaubt. Ich finde es auch sehr gelungen, wie Du den Bezug zum ersten Buch herstellst, bei dem man sich am Schluss der Lektüre nicht vorstellen konnte, dass diese Geschichte je eine Fortsetzung finden würde… Nun bin ich gespannt, ob es eine weitere Fortsetzung geben wird, sodass wir erfahren, wie es im Herbst 2033 weitergegangen sein wird… Chapeau! Ich wünsche Dir weiterhin viel Erfolg und unserer Gesellschaft, dass Deine Botschaft zur Toleranz ankommt und Schule macht.M.H. Horw 20. August 2013

Es ist ein super Buch, sehr empfehlenswert! I.M. Schortens/ Kreis Friesland 22. August 2013

[Deinen Roman] hatte ich schon lange vorbestellt, und gerade heute morgen konnte ich ihn genüsslich zu Ende lesen. Gratuliere – ich konnte mir wirklich nicht vorstellen, wie eine Fortsetzung zu ‘Steine’ funktionieren könnte, aber du hast das wirklich super hingekriegt. Die Sprache ist viel runder geworden – ich find’s toll, dass du auch mit deiner Stimme experimentierst (auch wenn die leicht ruppigere wirklich perfekt zum vorigen Roman passte!) […] Der Erzähler von ‘Steine’ blieb für mich unabhängig, aber mit der Fortsetzung habe ich ständig das Gefühl ich höre dich die Geschichte persönlich und mündlich erzählen. Keine Ahnung, wie’s zu dem Effekt kommt, natürlich mal von den oberflächlichen Gemeinsamkeiten zwischen Elena und dir abgesehen. Ich glaube, dass ‘Ein Arabischer Sommer’ so gut funktioniert, gerade weil er nicht versucht, den (doch recht dramatischen) Effekt des ersten Romans zu reproduzieren, sondern sich traut, andere Wege einzuschlagen. Es war ziemlich spannend, dass anstatt tragischen Ereignissen eher der vorige Text selber hier ein entscheidendes Ereignis darstellt. Das freut mich natrürlich nicht nur als Literaturliebhaber, sondern es funktioniert auch mit einer der zentralen Thematiken (die Rolle, die die Veröffentlichung von Halima’s Tagebuch spielt). Ich muss eingestehen, dass mir zuerst das Happy-End und wie sich Sabri, Mufid und Qais plötzlich wunderbar verstehen etwas zu einfach erschien – sie stehen doch für Probleme, die nicht ganz so ruckzuck zu lösen sind. Dann erst ist mir erst aufgefallen, wie stark jede dieser Figuren gelitten hat, und wie ihre Konfrontationen eigentlich eher als […] [Katalysator] funktionieren. Dabei bleibt die Lösung aller Probleme zwar ein angenehmes Ende der Geschichte, aber bringt vor allem eine viel komplexere Serie von Problemen ins Spiel, die dadurch zu einem riesen Schatten über der Handlung werden, die aber durch offenes Erzählen nicht konkretisiert (und dadurch stets auch etwas vereinfacht) werden. Das Resultat ist nicht nur subtil, sondern auch für verschiedene Lesergruppen massgeschneidert. Ich kann mir Trudi aus dem Roman lebhaft vorstellen, wie sie durch die Lektüre eines solchen Romans vorsichtig erstmals mit dem Kultur-Clash konfrontiert wird, während andere Leser viel mehr zwischen den Zeilen gewinnen können. Ich finde es genial, wenn ein Text sich für verschiedene Leserschaften anders ausbreitet, und ‘Ein Arabischer Sommer’ scheint mir in seiner auf den ersten Blick stilleren Weise doch sehr schlagkräftig zu sein. Er funktioniert nicht nur als autonomes Werk, sondern ist sich auch seiner didaktischen Tragweite (und Wichtigkeit!) clever bewusst. […] danke für ein spannendes Leseerlebnis! Dr. phil. Michael Röösli, Genf 21. August 2013

Hab ein arabischer Sommer auch verschlungen und war einfach nur schööööön!!!!!! Vielen Dank. G.S. Donaueschingen (D) 30. August 2013

Nun habe ich das Buch während unserer Wanderwoche in Polen gelesen und war sehr angetan wie beim 1. Buch [Steine auf dem Weg zum Pass]. Es sind mehrere kritische Punkte, die du ansprichst. Ich habe natürlich immer mit Elena gefühlt. […] Das Buch war klar und einfühlsam geschrieben, ich kann es nur weiter empfehlen. Bookcrosserin Omanate, Eberswalde (D) 10. September 2013 Vollständiger Kommentar: http://www.bookcrossing.com/journal/11883086

Ich habe deinen Roman längst verschlungen […] Dein Roman hatte mich total gefesselt. Der ständige Wechsel von der Vergangenheit in die Gegenwart und am Schluss in die Zukunft fand ich genial verfasst. Mein Kommentar: Super, eine Freude zum Lesen, weiterempfehlenswert. Dagmar Zimmermann-Gisler, Küssnacht am Rigi (CH) 18. September 2013

Soeben habe ich Dein Buch fertig gelesen. Obwohl ich zur Zeit viel um die Ohren habe, fand ich immer wieder Momente zum Lesen. Dein Buch hat mich sehr “gepackt”. Es ist so schön zum Lesen, und die Thematik ist ja sehr aktuell und sehr treffend in Worte gefasst von Dir.[…]Dir also ein doppeltes Danke vielmal für zwei gute Buchtipps, und nochmal ein grosses Kompliment für Deine zwei wunderschönen Bücher. F.F. Reitnau AG (CH) 19. September 2013

Das Titelbild gefällt mir gut, die zunächst etwas geheimnisvolle Bedeutung der arabischen Buchstaben wurde mir schnell klar und der mehrdeutige Titel passt zum Inhalt sowie zur aktuellen politischen Situation. Mir persönlich gefiel dieses Buch besser als Dein erster Roman. Es ist feiner, versöhnlicher und hoffnungsvoller, insbesondere zum Schluss. Während im ersten Buch zwei völlig verschiedene Welten aufeinander treffen und so unvereinbar erscheinen, dass am Ende trotz glücklicher Momente alle sterben müssen, haben die Hauptpersonen im zweiten Roman mehr gemeinsam. Sie teilen ähnliche Interessen und berufliche Qualifikationen und sind in der Lage, sprachlich auf gleicher Augenhöhe zu kommunizieren. Sehr interessant und treffend finde ich die Namenswahl, sowohl der arabischen als auch der deutschen Vor- und Nachnamen, und andere (versteckte) Anspielungen, z.B. auf den 11. September. Auch sonst steckt zweifellos viel gründliche Recherche dahinter, das Institut Bourguiba und die Cité universitaire oder das Hotel Caïd in Bou Saada usw. usw. gibt es bestimmt wirklich, und sicher existierten sie bereits zu der Zeit, als der Roman spielt (hast Du vielleicht die Algerien-Reise von Elena und Claude damals selbst erlebt?). Als Übersetzerin beschreibst Du Elenas Arbeit und Leidenschaft präzise und mit Fachkenntnis. Auch die Naturbeobachtungen, z.B. die Passagen über die Hühner, die Igel, die Köcherfliegenlarven oder die Kürbisse sind äusserst prägnant und zeugen von Sachkompetenz […].L.E. Onex (CH) 23. September 2013

Habe in der letzten Woche beide Bücher gelesen! Und ich wollte es ja nicht glauben, aber es war so: “Ein arabischer Sommer”…. – ich habe gelesen und gelesen und gelesen – bis tiiiiiiiiiiiiiiiiief in die Nacht. Hat mich gefesselt! R.S. Kaltbach (CH) 8. Oktober 2013

Ich habe dein 2. Buch vor einigen Tagen während unserer Reise nach L.[…] in einem Zug gelesen. Herzliche Gratulation, es hat mir sehr gut gefallen. Es ist m.E. weniger düster und schwer als das 1. Buch, als Fortsetzung ideal konzipiert. Ich denke, dass man die Geschichte von Anfang an kennen sollte, da das 2. Buch vorallem mit der Vorgeschichte so richtig Gewicht kriegt. Eine tolle Leistung, mach weiter …. C.Z.G., Luzern, 18. Oktober 2013

Hab nun auch dein zweites Buch gelesen und sehr genossen. Ich bin eigentlich keine Vielleserin, aber dein Schreibstil ist so schön, dass man, wenn man einmal angefangen hat zu lesen, einfach nicht wieder aufhören kann. Ich freue mich schon jetzt auf weitere Werke von dir!!!!! T.S. Sulzbach-Rosenberg (D) 20. Oktober 2013

Ich war vor 3 Wochen in Deutschland und hab mir deine 2 Bücher ,,Steine auf dem Weg zum Pass” und “Ein arabischer Sommer” bei ,,hugendubel,, bestellt. Hab bis nachts um 2 Uhr zeitweise gelesen. Es war so spannend und teilweise dramatisch und traurig. Ich kann nur sagen ,,weiter so! D.K. Tunesien, 23. Oktober 2013

Danke, liebe Anja, für diese ergreifende Geschichte [Ein arabischer Sommer], die sich beinahe noch zum Krimi ausgewachsen hätte. Ich habe vor 2 Wochen einige Seiten dieses Buches gelesen, mir dann aber ganz schnell noch die Steine [Steine auf dem Weg zum Pass] kommen lassen und erst diese gelesen, bevor ich mit dem Sommer weitermachen konnte. Die letzten Seiten haben mich vorgestern in einem Caféhausgarten in Wien bei strahlendem Sonnenschein erleichtert aufatmen lassen! Jetzt muss ich mich wohl noch mit mehreren Exemplaren für meine Freundinnen eindecken … schließlich ist in drei Monaten Weihnachten … schon vorbei. Andererseits – warum bis Weihnachten aufheben, diese Bücher müssen unter die Leute, damit die Welt ganz schnell ein wenig besser wird … M.K. Barbing (D) 27. Oktober 2013

Zeile um Zeile-Seite um Seite … ich geniesse dein Buch.-Erinnerungen; die Vergangenheit wird lebendig.- Soviel Vertrautes und doch ganz anders … Ich lasse mir ganz viel Zeit mit dem Lesen,es ist wie mit einem gutem Essen,oder die saubere Luft während eines langen Sparziergangs,tief ein und ausatmen.-Wenn ich lese versinke ich-bin ich mit all meinen Erinnerungen,aber ich werde auch zur Hauptperson je mehr ich mit deiner Geschichte einlasse … Es ist Maktub,ja alles ist geschrieben … Ein arabischer Sommer oder Steine auf dem Weg zu Pass … Ich wusste nicht, mit welchen Buch ich beginnen sollte, so schloss ich meine Augen, mischte die beiden Bücher und als ich ein Kribbeln in meinem Zeigefinger spürte, tippte ich auf eins der Bücher; es war: Ein Arabischer Sommer.-Ich bin sehr froh, dass ich mir beide Bücher gekauft habe und somit in die Welt tauchen kann, die ich so sehr liebe. C.B. (D) 6. November 2013

Zusatzkommentar von C.B. am 16. November 2013: Ein sehr gefühlvolles und schönes Buch. Beladen mit mehr schönen als schaurigen Erinnerungen,einem Meer von Tränen des Mitgefühls und jeder Menge Gänsehaut. *****

Danke, liebe Anja, für diese wunderbaren Geschichten, die einen immer wieder innehalten lassen, weil Gefühle etwas länger brauchen als die Augen. Da haben Sie eine tolle Mischung für die Seele gezaubert. Am Ende siegte jedoch immer wieder die Neugier, wie es wohl weitergeht – so habe ich innerhalb einer Woche beide Bücher erlebt, erlitten und genossen :-). Besonders berührt hat mich der letzte Tagebucheintrag [Über dem Mittelmeer, 2. Januar 2013], der so sehr Mut macht, auch in der zweiten Lebenshälfte noch einmal von vorn anzufangen. Und jetzt, nach zwei Wochen Abstand rührt sich der Wunsch in mir, mehr zu erfahren … wie es Elena wohl ergangen ist. Klar, sie war gut vorbereitet, kannte die Sprache und die Kultur ihrer neuen alten Liebe, aber vielleicht hat sie ja auch eine gute Freundin, die die Sprache nicht kann und trotzdem nachkommt, weil sie ihr Leben endlich selbst in die Hand nehmen möchte? Ein arabisches Sprichwort sagt: “Ein gutes Buch ist wie ein Garten, den man in der Tasche mit sich trägt.” … und warum soll ich mir die Bücher nicht wünschen, die ich gern lesen mag? Manchmal werden Wünsche wahr 😉 In diesem Sinne wünsche ich Ihnen noch viele gute Ideen, Schaffenskraft und natürlich Gesundheit und Frieden. G.N. (D) 28. Oktober 2013

Ich hab dein oeuvre eben fertig gelesen und meinem Partner eine Zusammenfassung gegeben. Ich fand es fast unmöglich, den unzähligen wundervoll detaillierten und recherchierten Beschreibungen gerecht zu werden. Fragte mich immer beim Lesen: Wie kam Anja die Idee dazu? Hat sie das selber erlebt? Wie kennt sie sich auf der Alp so gut aus? Wie kennt sie Leute wie Otto und Ernst? Martin, ja, kann man sich schon eher vorstellen, und doch wieder nicht. Eine ergreifende Geschichte, obwohl manchmal fast zu unwahrscheinlich, aber darin liegt die Kunst, Gefühle, Anliegen, zwischenmenschliche Beziehungsprobleme kultureller und religiöser Art dem Leser ans Herz zu legen und ihn auf unmerkliche Art zu zwingen, oder eher zu bewegen, sich damit zu beschäftigen und eingehend darüber Gedanken zu machen. Danke, Anja, ich liebe deine direkte, natürliche, Art zu schreiben, die sich leicht liesst und damit doch so tief geht und viel aussagt. Du hast mir mit deinem Erstling auch mein Heimatland wieder näher gebracht. Ich gratuliere dir und freue mich jetzt, deinen Neuling zu lesen. Meinem Partner sag ich: Lies es selber! Margaretha Linggard, Cambridge (GB) 10. November 2013

Ich habe mit dem arabischen Sommer angefangen, aber nach einigen Seiten musste ich uuuuunbedingt erst die Steine auf dem Weg zum Pass haben … und ich konnte erst wieder aufatmen und meinen Alltag weiterleben, nachdem ich beide ausgelesen hatte. Das war wie ein kleiner Urlaub für mich, ohne Flugangst, ohne Geld und ohne Gschiss mit dem Gepäck also nochmals danke, danke, danke, […] M.K. Barbing (D) 11. November 2013

Dein Buch kam vor ein paar Tagen bei mir an und heute habe ich etwas getan, was ich erst einmal vorher je gemacht habe: ein Buch in einem Zug durchlesen. Das andere mal zuvor ist mir das mit Deinem ersten Buch “passiert”.Ich konnte es einfach nicht mehr ablegen, dafür habe ich sogar S. für eine Weile vor den Video gesetzt, was ich sonst nicht mache. Was für ein wundervolles Werk! Ich liebe Deine Bücher! Ich finde es wunderschön wie Du zeigst, dass wir alle auf dieser Welt mit den gleichen Gefühlen und Gedankengängen kämpfen und wie universell die Liebe und Freundschaft sind. Und das alles hast Du so spannend verpackt! Auch Deine Bildersprache ist unwiderstehlich, ich konnte Deine Geschichte sehen, fühlen, schmecken, hören und natürlich mitfühlen. Du bist eine echte Verzauberin. Ich gratuliere Dir sehr herzlich zu Deinem wunderbaren Talent und zu Deiner Ausdauer es auszuleben und mit uns allen zu teilen. Wann kommt das nächste Buch? Ich freue mich jetzt schon. C.R. Pohl Kalifornien (USA) 16. November 2013

Ich habe “Ein arabischer Sommer” erst kürzlich begonnen zu lesen und bin begeistert, sowie auch meine Mutter. [Auf meine Frage, wie alt sie selber ist, antwortete diese Leserin:] Ich bin 19 Jahre alt. Ich denke, dass deine Bücher für jede Altersklasse geeignet sind und ich werde sie auf jeden Fall weiterempfehlen. E.B. Olten (CH) 24. November 2013

Weisst Du Anja, wenn man ein Buch nicht gern fertig liest, weil dann eine ganze Welt zusammenbricht in der man fuer einige Tage gelebt hat. So geht es mir. Ich will Dein Buch nicht zu Ende lesen. Es ist so schoen! Monika Brewster-Villiger, Swanage (GB) 8. Dezember 2013

Habe eben ein arabischer Sommer ausgelesen und bin ganz begeistert. Ingrid Kern-Bernhard, 8. Dezember 2013 Österreich

Gerne habe ich auch den arabischen Sommer verschlungen, für mich war es eine Art Fortsetzung. Ich bin nicht kompetent, und wenn ich an deinem wunderbaren Roman überhaupt etwas anmerken darf und soll, dann ist es, dass mir persönlich in der ganzen Dramatik das Sich-Finden der drei ausländischen Männer fast zu schnell ging. Aber vielleicht ist das eine Theologenkrankheit, dass wir eher gewohnt sind, mit Tragödien umzugehen als mit Happy-Ends … Wie auch immer, ich werde weiter zu deinen Lesern gehören, bei deinen Romanen, die folgen! Dirk Günther, ehemaliger Pfarreileiter der Gemeinde Lungern, 11. Dezember 2013 Bürglen (CH)

Ich lese gerade “Ein arabischer Sommer”… nachdem ich “Steine auf dem Weg zum Pass” quasi verschlungen habe!!!! Bitte weiter schreiben … noch viele Bücher!!! Andrea Wunsch, Forbach (D) 11. Dezember 2013

Anja ist eine sehr begabte Erzählerin, die ihre Botschaft auf subtile Art zwischen die Zeilen bringt. Das wäre wohl eine sehr geeignete Schul-Lektüre (schon probiert?). Die Figuren kommen glaubhaft aus unserer Zeit und sind nie klischeehaft. Das geheime Tagebuch der Halima ist vielleicht der einzige Kunstgriff, der nicht ganz überzeugend ist, vor allem mit den Details aus ihrer Vergangenheit. Aber nochmals: die Geschichten sind sehr gut und die Handlungsfäden genial verbunden. Anja wäre wohl auch eine sehr gute Krimi-Autorin.Ernesto Huber und Isabelle Waldesbühl Uzwil (CH) 18. Dezember 2013

Als ich bei facebook über deine Romane las, bin ich sogleich in die Buchhandlung gegangen und habe mir „Ein arabischer Sommer“ bestellt. Meine Freundin war dabei und sagte mir, sie würde ihn mir zu Weihnachten schenken, worüber ich mich sehr freute. Zwei Wochen lag das Buch irgendwo versteckt und am 24. Dezember dann schön eingepackt in Weihnachtspapier auf dem Gabentisch. Meine Freundin wunderte sich über mich, dass ich das Buch kaum aus der Hand legte und fortwährend las. Aber wahrscheinlich werde ich es demnächst ein zweites Mal lesen. Aber zuvor will meine Freundin es auch lesen. Wo also fange ich an mit meinen Gedanken.

1. 23 Jahre sind für eine unerfüllte Liebe sehr, sehr lang, unendlich. Elena hat diese Liebe verdrängt, und es blieb ihr sicher auch nichts anderes übrig, als dies zu tun, sonst wäre sie kaputt gegangen. Natürlich ist ihre Reaktion nach dieser ersten (und zunächst einzigen) Nacht mit Qais einerseits verständlich. Gedanken an und Vermutungen über Täuschungen und Unehrlichkeiten können unvermittelt kommen und einen schier auffressen. Statt mit dem Partner zu sprechen, bauen sich Drohkulissen auf. Man flieht. Andererseits sagt man sich als Leser, hätte sie doch mit ihm gesprochen. Und dass man als Leser (oder besser gesagt: ich als Leser) diesen Gedanken hat, macht die Stärke deiner Erzählung in diesem Moment aus. Zweifel in einer Partnerschaft, vor allem, wenn man sich noch nicht lange und genau kennt, sind ja nichtselten und sie machen oft die Dramatik und Tragik einer Beziehung aus. […]

2. Du beschreibst das Verhältnis von „europäischer“ und „arabischer“Kultur differenziert und konfliktreich (ich benutze die Anführungszeichen, weil selbstverständlich Europäisch und Arabisch in sich selbst schon sehr differenziert und konfliktreich sind). Ja so ist es wohl, obwohl Elena durch ihr Studium und ihre Tätigkeit schon eine tiefere Beziehung zum Arabischen hat. […] Es  ist sehr spannend, wie du diese Verhältnisse beschreibst (Sabri, Mufid, Qais), differenziert, einzigartig und doch verallgemeinernd. Vorurteile sitzen oft tief und unauslöschlich. Es ist deine Stärke, zu zeigen, dass Vorurteile durch Taten, nicht allein durch Worte, zu beseitigen sind, wenn Sabri das Leben von Qais rettet, obwohl er sich selbst in Gefahr bringt, oder wenn Sabri und Mufid den beiden Alten (Trudi und Franz) auf  ihre Weise helfen. Du schreibst es notwendigerweise sehr kompakt, obwohl es in Wirklichkeit sicher langwierig und kompliziert ist. Als Leser war ich etwas ungeduldig, wie du das löst, aber es hat mir sehr gefallen.

3. Über das sexuelle Verhalten von Menschen. Eigentlich sind es zwei Ebenen, die du beschreibst. Einmal das Verhältnis von Hetero- und Homosexualität. Zum anderen das Verhältnis von Erotik, Sexualität und Leidenschaft in einer Partnerschaft. Zuerst einmal das Eine: Auch in unserer aufgeklärten Gegend ist das Verhältnis von hetero- zu homosexuellen Menschen nicht einfach. Umso schwieriger stellt es sich in anderen kulturellen Traditionen dar. […] Liebe verlangt nach Berührung, und wen man liebt, ist unabhängig vom Geschlecht. In diesem Sinne kann Homosexualität ebenso einem universellen Gefühl der Liebe entsprechen, wie andere Formen der Sexualität. Zum Zweiten: Die verbreitete Intoleranz zu bestimmten Seiten sexueller Orientierungen ist, so glaube ich, Teil einer allgemeinen Intoleranz von Menschen zu Menschen anderer Lebensweisen (nicht nur anderer Kulturen). Dies abzubauen dauert lange, ist widersprüchlich und mit vielen Konflikten beladen. Deshalb finde ich es mutig und gut von dir, es so genau zu beschreiben. Gerade das anfängliche Unverständnis  des aufgeklärten,
klugen und liebenswerten Qais gegenüber Sabri ist kennzeichnend. Deine Lösung zeigt die Überzeugungskraft der Wahrhaftigkeit von Menschen durch ihre Taten. Damit hast du dich in die vielfältigen Formen der Aufklärung über dieses Thema eingereiht.

4. Eine Partnerschaft als Deal zwischen zwei Menschen. […] Natürlich weiß ich, dass solche Beziehungen  wie die von Qais zu Larissa nicht selten sind (unabhängig von der Homosexualität Larissas), dennoch empfinde ich selbst darin ein Maß von Unehrlichkeit, das mir selbst zuwider wäre. Aber dennoch muss man das als Autor beschreiben, das kann ich verstehen. Ich weiß es nicht genau,  aber ich denke mir, du hast das deshalb so geschrieben, um die Kompliziertheit menschlicher Beziehungen zuzuspitzen.

5. 20 Jahre später, Epilog. Die Idee mit dem Epilog finde ich gut. Er ist auch eine Vision auf eine neue Kultur in der Gesellschaft. Eine Vision, die Hoffnung macht, denn manchmal ist das Elend der Gegenwart mit Kriegen, Mord und Totschlag, mit Gleichgültigkeit und Egoismus kaum zu ertragen. Doch, entschuldige bitte Anja meinen Einwand, ich habe die  Befürchtung, als reichten 20 Jahre Zukunft nicht aus. Die Vernunft der  Menschen braucht länger, sehr viel länger, sich durchzusetzen. Leider sage ich, weil zu viele Opfer gebracht werden müssen. Einsichten wachsen zu langsam. Und einen zweiten Einwand, den ich als sozialistisch denkender Mensch einbringen muss. Die Gesamtheit der gesellschaftlichen Verhältnisse muss radikal umgestürzt werden, damit auch nur eine kleine Vernunft breiten Fuß fassen kann, sonst breitetsich Unvernunft und Zerstörung des Menschlichen immer wieder wie eineKrebskrankheit aus.

Dr. phil Daniel Lewin, Berlin (D) 27. Dezember 2013

Habe übrigens deinen Roman gerade gelesen und er gefällt mir sehr, auch oder besonders dort, wo Tabus angesprochen werden. Und sehr spannend darüberhinaus.Walburga Maria Richter, Osnabrück (D), 3. Januar 2014

Hey Anja habe das Buch ” Ein arabischer Sommer ” in zwei Tagen durchgelesen … konnte gar nicht aufhören. Das Buch hat mich sehr sehr berührt und wirklich sehr gut gefallen, zumal ich gerade in dem Land bin, wo es sich teilweise abspielt. Einfach super … wann schreibst du dein nächstes Buch?  Barbara Mandler, Bremen (D) 3. Januar 2014

Ich habe inzwischen beide Bücher fertig gelesen, gestern Abend erst das Finale des “Arabischen Sommers”. Besonders dieses zweite Werk hat es mir sehr angetan. Und jetzt denke ich die ganze Zeit: “Was lese ich denn heute Abend??” Ich warte also schon ganz gespannt auf dein nächstes Werk! Übrigens kam mir beim Lesen der Gedanke, dass man deine Romane bestimmt prima verfilmen könnte (ich weiss allerdings nicht so recht, ob das ein Kompliment für eine Schriftstellerin ist, oder eher nicht … ). Ich hatte da auch schon einen mir passend erscheinenden Regisseur im Hinterkopf. Cornelia Katharina, Freiburg (D), 8. Januar 2014

Das Buch ist einfach traumhaft, kann mich gar nicht satt lesen. Sandra Kachabia, 17. Januar 2014

Tolles Buch [Steine auf dem Weg zum Pass], kann ich nur empfehlen. Auch der “arabische Sommer”, wie alles nach vielen Jahren weitergeht. M.M. Deutschland, 21. Januar 2014 [Später ergänzte diese Leserin ihren Kommentar noch]: Anja du schreibst so schön natürlich deine Bücher. “Steine auf dem Weg zum Pass” habe ich verschlungen. Als dann Amor [Verleger Amor Ben Hamdida] dein Buch “ein arabischer Sommer” angekündigt hatte, habe ich es natürlich auch sofort vorbestellt. Es ist 2013 auch gekommen und ich konnte wieder nicht aufhören zu lesen. Auf einer Hütte in den Bergen fing alles an …und dort endet die Geschichte auch. Es ist so, als wenn diese Hütte aus ihrem ganzen Leben erzählt. Sie ist bestimmt schon sehr alt … aber sie lebt noch …erwecke sie noch einmal Anja … ein neues Buch passt noch in ihr Leben. M.M. Deutschland, 23. Januar 2014

Ich hoffe auch auf ein neues Buch, war total begeistert und kann es nur weiterempfehlen. Erika Klee, Ludwigshafen am Rhein 23. Januar 2014

Ein spannendes und packendes Buch! Eine Geschichte, wo die Menschen authentisch, anhänglich und feinfühlend sind. Très bon livre où l’on ressent bien l’authenticité et la sensibilité des personnages. Excellente description de la culture arabe et l’on remarque bien que l’auteur (Anja) évolue personnellement entre le monde oriental et le monde occidental, et, est consciente, connaisseuse des “problèmes” que peuvent engendrer une telle union.zweisprachiger Kommentar/commentaire bilingue de Bookcrosserin Améthyste, Rémelfing, Lorraine (F) 1. Februar 2014

Toller Roman. Sozialkritisch auf den Punkt getroffen mit den Themen Migration + Liebe. Du hast sehr gute Kommentare + Komplimente erhalten. Ich kann mich diesen nur anschließen. Du hast sehr viel Empathie bewiesen. Weiter so! Meine Mundpropaganda ist auch unterwegs, so gar bis nach Basel. Erica Gluth, Erpel (D) 2. Februar 2014

Das Buch hat mich wiederum zwei schlaflose Nächte gekostet – auch dieses Mal hat es sich gelohnt – soweit das möglich war, ist Dein Stil noch etwas besser geworden – vor allem das Thema der Intoleranz ist ausgezeichnet aufgearbeitet und regt sehr zum Nachdenken an – planst Du schon ein neues Buch? Giovanna Masciadri-Stäger, Maustrenk (A) 13. Februar 2014

Eben habe ich das Buch ‘Ein arabischer Sommer’ fertig gelesen. Die Geschichte hat mich sehr berührt. Sie liest sich mit grosser Spannung und gibt viel Tiefe. Vereint von so viel Menschlichkeit – das Zusammenkommen von Verschiedenem, die Auseinandersetzung und der Respekt und die Achtung. Sehr ungerne lege ich dieses Buch weg, bewahre es gleich einem Schatz – und bin um ein Geschenk reicher. Danke. Die Geschichte vereint auch meine grosse Liebe zur Bergwelt und zu Marokko …wohin ich im Mai das 18te Mal reise. Ich liebe die Wüste, das Atlasgebirge und das Sein mit den Berbern. Ich liebe die Grösse der Einfachheit – und dies finde ich in den Bergen, in der Wüste und im Atlas. Herzlichen Dank für dieses starke Buch. Verena Maria Luzern (CH), 28. Februar 2014

Ein spannendes Buch. Eine schöne Liebes- und Freundschaftsgeschichte, die uns dazu bringt, die Leute anders zu sehen. Man kommt zu schnell am Ende und würde gern weiter lesen. Un livre original où le présent et le passé s’entrecroisent, les cultures se rencontrent tout comme le destin des personnages. Et tout ça grâce à l’écriture puisque les fils se tissent à partir du journal intime d’Halima. J’ai bien aimé le clin d’œil au bookcrossing page 162 “Buch auf Reisen”, la discussion entre Elena et Qais sur le métier de traducteur. Mais c’est avant tout un roman qui incite à la réflexion sur la relation à autrui. Bravo pour ce beau livre. Bookcrosserin iolite, Grasse, Provence-Alpes-Côtes-d’Azur, (F), 4. März 2014 http://www.bookcrossing.com/journal/11883086

Zufaellig bekam ich das Buch (ein arabischer Sommer) beim deutschen Konsulat in Algier (am 05.03.2014) und im Taxi von Algier nach Oran habe ich 100 Seiten gelesen und ich konnte nicht glauben, wie sich Elena in die nordafrikanische Kultur integriert hat und mit Mut und innerlicher Motivation zur Liebe eines Tunesiers (Qais) gekommen ist. […]Auf dem interkulturellem Gebiet halte ich das Buch fuer sehr effizient und ich werde es meinen Studenten an der Universitaet Sidi Belabbes in einer Unterrichtsstunde im Rahmen der interkulturellen Kompetenz vorlegen. Ich gratuliere Frau Anja Siouda. Sie haben Ihren Roman erfolgreich zur Welt gebracht. Mouad Bnoujabel Rahmen, Sidi Bel Abbes (Algerien) 7. März 2014

Bei manchen Büchern ist es richtig schade, wenn sie zu Ende sind. Dieses ist so eins! Anja Siouda erzählt nicht nur eine wunderschöne und teils dramatische Liebesgeschichte zwischen einer Schweizerin mit einem Araber, sondern sie greift dabei auch noch die Asylproblematik auf, erläutert Fluchtgründe indem sie konservative Haltungen dies- und jenseits des Mittelmeeres benennt. Dies gelingt ihr in einem absolut fesselnden Roman absolut ohne erhobenen Zeigefinger, aber mit sehr viel Sachkenntnis! Ich finde, das ist ein toller Unterhaltungsroman mit viel Information! Ralf Houven, Aachen (D), 9. März 2014

Ich habe dein Buch gelesen, verschlungen – und das alles mitten in meinem engagierten Texten für mein neues Buch. Deine Geschichte hat mich erneut gepackt. Es sind manchmal die Details, die du so fein beschreiben kannst, die kleinen Dinge des Lebens, die so viele Menschen übersehen, wunderbare Bilder wie etwa dasjenige vom Räupchen, das vom Holunderbaum fällt und hundert andere Bilder mehr. Ganz besonders hat mich Elena natürlich gefreut, als sie überaus vehement den schwulen Sabri gegenüber Qais verteidigte. Da habe ich mich an meinen “Einwurf” erinnert, der ja auch nichts anderes will als die Humanität gegen alle vertrackte und ekelhafte Ideologie in den Mittelpunkt zu rücken. Schreib um Gottes oder Allahs Willen weiter! Und natürlich werde ich in meinem Umfeld von deinen Büchern erzählen. Josef Hochstrasser, Theologe, Aarau (CH) 30. März 2014

Ich habe deine Bücher bestellt und gelesen und ich bin total begeistert! Gabi Jochmus, Stuttgart (D), 12. April 2014

Habe deine beiden Bücher soeben fertig gelesen. An einem Wochenende. Sie haben mich tief berührt. Beim ersten Buch (Steine auf dem Weg zum Pass) musste ich oft weinen beim Lesen, so viele Todesfälle und Schicksalsschläge auf einem Haufen… das kann es doch im wirklichen Leben nicht geben, ist man versucht zu sagen. Besonders erstaunt hat es mich, dass ich in meinen Gedanken genau eine Alp sah, immer wieder die gleiche, sie befand sich aber in meinen Gedanken auf der andern Seite des Brünig, also Richtung Meiringen runter. Komisch nicht? Und in deinem Roman denke ich, ist sie eher auf der Sarner-Bergseite gelegen, so wie du sie beschreibst. Aber dort ist es so dunkel und waldig, drum hab ich sie wohl in meinen Gedanken auf der sonnigen Bergseite platziert Sehr schön finde ich, dass das 2. Buch (Ein arabischer Sommer) eine Fortsetzung des ersten ist und auch diese Geschichte zieht einem in den Bann. Ich habe beide Bücher sehr sehr gerne gelesen und mich auch etwas in südlichen Gefilden gefühlt dabei. Und es stimmt, ob Allah oder Gott, ich denke, die Menschen wollen einfach an irgendetwas glauben. An eine höhere Macht. Und der Glaube gibt den Menschen ja auch Hoffnung und Zuversicht, wenn das hiesige Leben nicht immer so gut läuft. Ich danke dir für die beiden Bücher.  Marianne Jeker, Urdorf (CH) 14. April 2014